KiWo-Bericht 2006
Das große Spectaculum - Leben auf der Burg -
BDKJ-Kinderwochenende 2006 vom 29.9. - 1.10.2006 in Trechtingshausen
Seyd gegrüßt!
Aus vielen verschiedenen Dörfern rund um die Stadt Moguntia waren sie angereist, hatten den beschwerlichen Weg auf sich genommen, um in dem Ort Trechtingshausen, zu den Füßen der Burg Reichenstein zum ersten Mal am Fest-Gelage teilzunehmen. Innerhalb von kurzer Zeit war bereits am Freitagabend die Herberge so überfüllt, dass die Hausherren in den Rittersaal umzogen, um all die edlen Knappen und holden Maiden in der Herberge unterzubringen. Den Abend verbrachten die Neuankömmlinge damit, sich standesgemäße Gewandungen zu fertigen, aus Leder Armbänder herzustellen und natürlich, sich gegenseitig kennen zu lernen.

Am kommenden Morgen besuchten die Knappen und Maiden die Burg Reichenstein. Ein Diener des Burgherren zeigte ihnen alle Säle, die Burgkirche und den Kapellengarten. Oben auf dem höchsten Turm hatte man den besten Blick hinein in das Morgenbachtal. Da erzählte der Mann von einem legendären Schatz, den ein Ritter an den Felsen versteckt haben soll. Zufällig hatte er einige Abschriften über den Weg zu den Felsen aufbewahrt, die er den tapferen Recken mitgab. Im Anschluss an den Abstieg wurde der Kappellengarten noch ausgiebig erkundet.


Nach einem zünftigen Mittagsmahl beschlossen die Knappen und Maiden, da sie bis zum Festgelage noch etwas Zeit hatten, den Schatz suchen zu gehen. Dabei hatten sie die Warnung des Burglakaien noch in den Ohren, sie sollen sich vor den Drachen im Morgenbachtal in Acht nehmen. So brachen die Abenteuerlustigen in kleinen Gruppen auf, um den Weg zu den Felsen zu suchen. Nach einstündiger Wanderung fanden Alle den Gipfel des Berges, wo sie von einer Zauberin erwartet wurden. Diese stellten den Recken und Maiden schwierige Aufgaben um ihre ehrenhafte Absicht auf die Probe zu stellen. Nachdem die Prüfungen bestanden waren, schickte die Zauberin die Mutigen auf einen verschlungenen geheimen Pfad zu den Felsen. Doch an den Felsen befanden sich bereits einige Ritter eines uns fremden Ordens, die die Drachen bereits verscheucht hatten, den Schatz aber nicht finden konnten. Einer dieser Ritter verletzte sich bei der Suche, aber unsere Knappen und Maiden verhielten sich vorbildlich während der abenteuerlichen Rettungsaktion. Unverrichteter Dinge gingen sie anschließend in die Herberge zurück. Doch der Rückschlag trübte nur kurz die Stimmung, denn nach einem vorzüglichen Bad wurde alles für das Festgelage gerichtet. Schließlich waren die Reisenden gekommen, um gebührlich zu feiern. Innerhalb kurzer Zeit hatten sich alle den Magen mit leckeren Fingerspeisen und "Würzwein" vollgeschlagen und lagen zufrieden in den Ecken des Rittersaals.

Da die Drachen von dem Verhalten unserer Knappen und Maiden bei der Rettungsaktion an den Felsen sehr beeindruckt waren, hatten sie offensichtlich beschlossen, den Heldenhaften den Schatz zu schenken. So trug es sich zu, dass nach dem Festmahl eine vorher nicht vorhandene Truhe entdeckt wurde, in der sich viele kostbare Amulette befanden. Jeder der Schatzsuchenden bekam einen solchen Halsschmuck. Zum Dank feierten alle zusammen einen Gottesdienst, in dem sie Gott für ihre Gemeinschaft und die gute Zusammenarbeit bei den bewältigten Aufgaben dankten. Sie lernten, dass jeder in der Gruppe wichtig ist, auch wenn er noch so "klein" ist und dass jeder mit seinen individuellen Fähigkeiten eine spezielle Funktion in der Gemeinschaft hat. Anschließend wurde noch lange gesungen und der gelungene Tag gefeiert. Am nächsten Morgen zogen die Gruppen aus, um ihre Ländereien etwas zu erweitern und die ein oder andere unbewohnte oder bereits belegte Burg einzunehmen. Hierfür mussten die angehenden Ritter und Edelfräulein geschickt handeln, manch lustige Aufgabe erfüllen und natürlich auch ein wenig Glück im Spiel haben. Mit klugen Zügen auf der Landkarte konnten sie so weite Teile des Landes erobern.


Zum Mittagsmahl schlugen die Knappen und Maiden noch einmal richtig zu, ehe sie sich dann wieder auf den weiten und beschwerlichen Weg in ihre Heimatdörfer machten. Und so kehrte wieder Ruhe ein in die Herberge in Trechtingshausen unterhalb der Burg Reichenstein, die für drei Tage 30 tapferen Knappen und holden Maiden Quartier bot, die zum ersten Mal zum Festgelage gekommen waren und zusätzlich noch so viele Abenteuer zu bestehen hatten. Gehabt euch wohl!

Die Hausherren der Herberge:
Peter Schmitt, Thomas Giersberg, Fabian Kopatschek, Florian Wilhelm
Eva Malchus, Bianca Knab, Manuel Trapp