KiWo-Bericht 2010

"Großes Indianer Pow-Wow"
BDKJ-Kinderwochenende 2010 vom 01.-03.10.2010 in Trechtingshausen

Beim Kinderwochenende vom 01.-03. Oktober 2010 kamen 29 Indianer und Squaws zum großen Pow-Wow nach Trechtingshausen. Empfangen wurden Sie dabei von 10 Häuptlingen und Stammesführern.

Doch bevor das große Pow-Wow richtig beginnen konnte, wurde, wie es sich für einen richtigen Indianer gehört, der Federschmuck angelegt. Begleitet von einem Häuptling durfte jeder Stamm eine Farbe wählen und eine entsprechende Feder an das selbst gebastelte Stirnband heften. Nachdem jeder Stamm anschließend einen Namen gewählt und sein Zimmer bezogen hatte, kam es zum ersten großen Zusammentreffen aller kleinen Indianer und Squaws. Und wo viele verschiedene Stämme aufeinander trafen, war es wichtig zunächst die Regeln für das Wochenende zu besprechen. Doch damit nicht genug, denn das jährliche Pow-Wow zur Mittsommerwende dient schließlich dazu durch Spiele und Kräftemessen den stärksten Stamm zu bestimmen. Nur mit Übung kann das große Ziel – gegen die bösen Cowboys zu gewinnen – wieder erreicht werden. Immer das Ziel vor Augen lernten wir uns daher am ersten Abend mit kleinen Spielen kennen und schlossen den Abend mit gemeinsamen Gesängen ab.

Am nächsten Morgen starteten wir den Tag mit vielen verschiedenen Bastelaktionen. In Kleingruppen bastelten die kleinen Indianer angeleitet von einem Häuptling Steckenpferde, Regenmacher, Traumfänger oder Indianerschmuck mit eigen modellierten Perlen. Wer wollte konnte sich auch wie ein richtiger Indianer schminken und ein Indianerlied trommeln.

Bei leckeren Frikadellen und eigenes von den Küchenhäuptlingen gestampften Kartoffelbrei konnten sich alle Teilnehmer des großen Pow-Wow stärken, bevor es am Mittag nach draußen ging. Bei einem Fe-Wa-Wi-Pa (Feld-Wald-Wiesen-Pampa-Spiel) stellten die kleinen Indianer schließlich ihr Geschick beim Spurensuchen und -merken unter Beweis.

Der Abend startete mit einem Gottesdienst, welcher bei Kerzenschein stattfand und somit auch sogleich den Abend ohne Technik beginnen ließ. Ganz im Zeichen des Abends ohne Technik folgte ein Nachtspiel im Kerzenschein. An den verschiedenen Stationen malten die kleinen und großen Indianer Mandalas, lernten Indianerzeichen und durchschritten einen Barfußpfad. Als letzte Station ging es auf eine Nachtwanderung an die Burg Reichenstein, wo wir den Abend bei Gitarrenliedern ausklingen ließen. Bei der Rückkehr zum Haus wurden die wilden Indianer von einer Feuershow überrascht. Anschließend fielen alle ganz erschöpft in ihre Betten und schliefen direkt ein.

Auch am nächsten und letzten Tag sollte es nicht langweilig werden. Gestärkt durch das Frühstück absolvierten die Indianer verschiedene Stationen, in denen sie ihre Sinne unter Beweis stellen mussten. Fühlen, schmecken, riechen, hören, ein Hindernissparcours und vieles mehr absolvierten die Indianer mit Bravur. Das war auch gut so, denn das Leben in der Prärie erfordert ausgeprägte Sinne damit ein richtiger Indianer jederzeit auf alles vorbereitet ist.

Doch noch immer konnten sich die tapferen Indianer nicht ausruhen. Nach leckeren Nudeln mit Tomatensoße ging es direkt wieder nach draußen auf Schnitzeljagd. Quer durch Trechtingshausen lief die erste Gruppe und hinterließ dabei für die Verfolger nur wenige Zeichen. Dank falscher Spuren und ein wenig Glück konnte die zweite Gruppe die Gejagten am Rhein auch nicht erwischen. Aber sie waren sehr nah dran.

Gemeinsam ging es zurück ans Haus wo auch schon die ersten Eltern warteten. So wurden die kleinen Indianer und Squaws nach einem kurzen Abschluss im Hof auch direkt nach Hause entlassen.

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